von Lucas Stoll | 25 Okt 2015 | Kategorie: Ratgeber

Energiesparhäuser - Eine kurze Übersicht

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Hinsichtlich der steigenden Energiepreise und zunehmender Belastung unserer Umwelt, bleibt Energieeffizienz beim Hausbau ein sehr aktuelles Thema. Neue Technologien und Bauweisen sorgen dabei nicht nur für ökologische Nachhaltigkeit sondern schonen auch den eigenen Geldbeutel. Wer Wert auf ein zukunftssicheres Eigenheim legt und langfristig Kosten einsparen will, sollte die vorhandenen Optionen in Betracht ziehen.

Warum ein Energiesparhaus?

Energieeffizienz beim Hausbau lohnt sich nach wie vor. Förderprogramme und staatliche Vergünstigungen ermöglichen einen einfachen Einstieg in die grüne Technologie und helfen Hausbesitzern langfristig Kosten zu sparen. Die höhere Anschaffungsinvestition eines energieeffizienten Hauses im Vergleich zu einem herkömmlichen Gebäude kann mit ausreichender Planung und Beanspruchung von Fördergeldern gut bewältigt werden. Abhängig von der verwendeten Technik, rechnet sich ein energieeffizient gebautes Haus dann bereits nach wenigen Jahren.

Ab 2017 wird der Energiestandard verschärft

Bereits jetzt muss beim Bau eines Eigenheims der jährliche Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung beachtet werden. Hierbei werden von der EnEV (Energieverodnung) Höchstwerte festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Diese Höchstwert wird dabei anhand eines „Referenzhauses“ bestimmt. Das Referenz-Haus besitzt dabei die gleiche Geometrie und Ausrichtung wie das geplante Wohnhaus. 2017 wurden die erforderlichen Werte erneut verschärft. Außerdem wurde mit dem "Niedrigstenergiehaus" ein weiterer Energiestandard eingeführt.

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Energiesparhaus Bauen - Kosten senken

Wahrscheinlich haben Sie es vermutet: Die Anschaffungskosten für ein Energiesparhaus sind höher als für ein herkömmliches Gebäude. Die Anschaffungskosten amortisieren sich jedoch im Laufe der Jahre wegen der niedrigeren Energiekosten. Außerdem gibt es Fördermittel. 

KfW Energiesparhaus

Fördermittel vergibt die KfW-Bankengruppe. Allerdings sind diese zinslosen Darlehen zeitlich begrenzt, weswegen Sie sich im Idealfall rechtzeitig informieren. Informationen bezüglich der Fördermittel bieten der Internetauftritt der Bankengruppe und verschiedene Banken an.

Zuschüsse mit Wohnraumförderung

Bundesländer unterstützen Bauherren bis zu bestimmten Einkommensgrenzen bei ihrem Bauvorhaben. Bei der Wohnraumförderung gehen Sie wie bei KfW-Fördermitteln schnell vor. Auf die Fördermittel der Bundesländer will jeder zugreifen. Jedoch stehen sie begrenzt zur Verfügung.

Staatliche Förderung durch Lastenausgleich

Sind Sie trotz öffentlicher Zuwendungen nicht in der Lage, die finanzielle Belastung Ihres Bauvorhabens zu tragen? Wenn Sie zu einem bestimmten Personenkreis gehören, haben Sie Anspruch auf Lastenausgleich. Letzterer steht Ihnen zu, wenn Sie Eigentümer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung sind. Auch wenn sie Eigentümer einer landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle sind haben Sie einen Anspruch auf staatliche Förderung.

Kosten durch Abschreibungen reduzieren

Bei Investitionen in denkmalgeschützte Gebäude oder Neubauten in Sanierungsgebieten haben Sie die Möglichkeit, von lukrativen Abschreibungen zu profitieren.

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Grundlagen für das energiesparende Bauen

Um den jährlichen Energiebedarf und somit auch die Kosten zu senken ergeben sich viele Möglichkeiten. Wer sein Haus energieeffizient renovieren, oder den Neubau bereits als Energiesparhaus errichten lassen will, erhält außerdem staatliche Zuschüsse. Neben der Reduzierung von Stromverbrauch und Wärmeverlusten, lohnt sich auch eine Installation von alternativer Heiz- und Energietechnik bereits nach wenigen Jahren.

Wärmeisolierung

Eine wichtige Grundlage für alle Energieeffizienzhäuser ist die optimale Wärmedämmung der Außenfassade. Die Wärme aus dem Inneren des Gebäudes kann nicht ungewollt entweichen und Heizkosten werden minimiert. Im Sommer funktioniert die Wärmedämmung auf umgekehrte Weise und hält den Innenbereich angenehm kühl. Gerade massiv gebaute Häuser sind für ihre positiven Eigenschaften in Bezug auf Wärmemmung bekannt. Abgesehen davon gibt es weitere bauliche Maßnahmen, welche die Energieeffizienz eines Hauses maßgeblich erhöhen können.

LED-Leuchtmittel

LED-Technik hat sich in den vergangenen Jahren in Form von sparsamen und effektiven Leuchtmitteln etabliert. Alle Vorteile anderer Leuchtmittel wie herkömmliche Glühbirne, Halogenlampe, Energiesparlampe, werden dabei ohne deren Nachteile vereint. LEDs sparen Energie und belasten die Umwelt nicht. Sie erhalten keine Schadstoffe wie Energiesparlampen und lassen sich im Hausmüll entsorgen. Im direkten Vergleich mit herkömmlichen Energiesparlampen ergibt sich eine längere Lebensdauer bei gleicher Effizienz. Gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne sparen Sie mit einer LED-Glühbirne mit gleicher Leuchtkraft bis zu 90 Prozent Strom.

Photovoltaikanlage

Entscheiden Sie sich für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, lässt nicht benötigte Energie sich gegen eine Vergütung in das Stromnetz einspeisen. Die Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Licht trifft in Form von elektromagnetischer Strahlung auf eine Solarzelle und bewirkt eine Ladungstrennung. So erhält man sauberen Strom, der über einen Wechseltrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Sie haben die Möglichkeit, staatliche Fördermittel zu erhalten und genießen gleichzeitig die Unabhängigkeit von Stromanbietern.

Erdwärme

Das Funktionsprinzip der Erdwärmepumpe ähnelt dem des Kühlschrankes. Während der Kühlschrank dem Lebensmittel Wärme entzieht, holt sich die Erdwärmepumpe Wärme aus der Erdkruste und führt sie dem Heizsystem zu. Sie setzen 25 Prozent Strom als Antriebsenergie ein und bekommen 75 Prozent Energie aus der Erde.

Weitere Informationen zur Energieeffizienz:

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