von Michelle Sensel | 06 Jun 2017 | Kategorie: Ratgeber

Keller bauen - Kosten und Planung

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Es ist eine der wichtigsten Fragen beim Hausbau: Keller oder kein Keller? Viele Bauherren stehen vor der Entscheidung, ob sie ein Untergeschoss brauchen, oder besser ein größeres Haus mit sogenannten Kellerersatzräumen bauen sollen. Das größte Argument gegen einen Keller sind die Kosten. Dennoch kann sich der zusätzliche Wohnraum lohnen.

Was kostet ein Keller?

Wer auf einen Keller verzichtet spart viel Geld. Oftmals neigen Bauherren jedoch dazu die Kosten für das Untergeschoss zu überschätzen. Man sollte daher sorgfältig abwägen, ob sich ein Keller lohnt. Außerdem ist zu beachten, dass ein Keller nicht nachträglich gebaut werden kann. 

Haus ohne Keller bauen

Jedes Haus benötigt eine Bodenplatte, bzw. ein Fundament. Entscheiden sich die Bauherren gegen ein Untergeschoss, sparen sie sich einen größeren Bodenaushub, die Kellerwände und Isolierungsarbeiten. Dennoch hat die Platte aus Beton ihren Preis, da sie das gesamte Gewicht des Hauses tragen muss. Außerdem isoliert sie gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Bei unseren Massivhäusern ist eine gedämmte Bodenplatte bereits im Preis enthalten.

Keller Kosten abschätzen

Stellt man sich vor, dass ein Quadratmeter Bebauung, der über der Erde ausgeführt wird, je nach Hausgröße und Ausstattung zwischen 1.500 Euro und 2.500 Euro liegen kann, was darf dann ein Quadratmeter Bebauung kosten, der Wohnraumqualität hat und unter der Erde liegt? Eigentlich müsste er teurer sein, da er meist wasserundurchlässig ausgeführt werden muss und der Aushub der Baugrube für den Keller noch dazu kommt. Diese Kosten hätte man über der Erde nicht!

Möchte man beispielsweise ein Einfamilienhaus mit einem Keller ausstatten, sollte man pro Quadratmeter mit 900 Euro bis 1.200 Euro rechnen. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für einen Keller in Massivbauweise ausfallen, kann jedoch nicht pauschal beantwortet werden. Hier spielen zu viele individuelle Faktoren eine Rolle, die bei jedem Haus in unterschiedlicher Weise gegeben sind.

Fertigkeller Preise

Wer einen fertigen Keller kauft, kann sich oftmals zwischen verschiedenen Kellerarten entscheiden. Vom Mitbaukeller über den Ausbaukeller bis hin zum Komplettkeller - es ergeben sich viele Varianten für den Bauherren. Beim Ausbaukeller muss man sich um die Isolierung der erdberührten Außenwandflächen kümmern. Des Weiteren muss die Kellerinnentreppe auf eigene Verantwortung eingebaut werden. Beim Mitbaukeller fehlen zusätzlich noch Fundamenterder, Bodenplatte, Entwässerungsleitungen und Kellerfenster.

Laut der Gütegemeinschaft Fertigkeller kann ein Durchschnittspreis von 300€ pro Quadratmeter für einen Fertigkeller angesetzt werden. Abhängig von Größe und Ausbaustufe fallen rund 5 bis 15 Prozent der Baukosten auf den Keller. Geht man von einem Komplettkeller und einer Grundfläche von 80 Quadratmetern aus, liegt der Preis somit bei rund 30.000€. Zusätzlich muss man den Erdaushub mit etwa 4.000€ berücksichtigen. Es ergeben sich also Gesamtkosten von 34.000€, wobei es sich natürlich um eine Schätzung handelt.

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Kosten sparen beim Keller bauen

Die einfachste Möglichkeit Kosten beim Bau des Kellers zu sparen, ist selbst bei den Arbeiten zu helfen. Besitzt man viel handwerkliche Erfahrung, oder nimmt man die Hilfe von Bauhelfern in Anspruch, kann man den Keller sogar komplett selbst bauen. Alternativ können einzelne Bauabschnitte in Eigenleistung übernommen werden. Für beide Optionen sollte man jedoch ausreichend Zeit und Geduld mitbringen. Alternativ kann man den Keller direkt beim Hauskauf in Auftrag geben. Auch hier spart man oft Kosten gegenüber einem separaten Kellerbau.

Keller selber bauen

Baut man seinen Keller selbst, muss man bei den Materialkosten mit Mehrkosten rechnen. Die Preise für Baumaterial sind beim Selbstbau durchschnittlich 20 Prozent höher als bei Fachfirmen. Bauherren, die den Keller selber bauen möchten, müssen alle einzelnen Bauschritte gewissenhaft ausführen. Erdaushub, Kapillarschicht anlegen, Kanalrohre verlegen, Fundamenterdung anlegen, betonieren, Wände errichten und viele weitere Arbeiten müssen selbst übernommen werden. Gerade beim Abdichten empfiehlt es sich, Fachfirmen hinzuzuziehen. Bei Baumängeln könnten hier immense Kosten entstehen.

Letztlich sollte man überlegen, wie viel man beim Kellerbau in die eigene Hand nehmen möchte und was man einer erfahrenen Baufirma überlässt. Im Vergleich zu einem Fertigkeller lässt ein Keller, welcher in Zusammenarbeit mit einem Bauunternehmen gebaut wird, mehr Raum für individuelle Planung. Bauherren können ihre Wünsche einbringen und sich aktiv beteiligen, ohne die volle Verantwortung übernehmen zu müssen.

Keller Kosten mit Eigenleistung

Wie in allen Bereichen des Hausbaus kann auch beim Keller mit Eigenleistung gespart werden. Einfache Arbeiten wie Verputzen oder das Hinterfüllen des Kellers können selbstständig erledigt werden. Die meisten Arbeiten sind jedoch in den Händen von Spezialisten besser aufgehoben. Es gibt Fallen, die bei Eigenleistungen zu beachten sind. Jegliche Betonarbeiten, wie die Errichtung von Wänden, sollten ebenso gut durchdacht sein. Wer hier Fehler macht, begibt sich schnell auf schwieriges Terrain und verschuldet sich im schlimmsten Fall.

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Massivhaus mit Keller bauen

Da massiv gebaute Gebäude mehr Gewicht haben als ein Fertighaus oder ein Holzhaus ist die sogenannte Auflast des Gebäudes, welche auf den Keller drückt, weitaus höher. Mehr Auflast auf den Kellerwänden ist ein großer Vorteil, wenn man am Hang bauen möchte und sehr viel Druckbelastung auf den Außenwände des Kellers zu erwarten ist. Hier zahlt sich die Massivbauweise aus, denn höhere Auflasten erhöhen die Tragfähigkeit der Kelleraußenwand gegenüber dem Erddruck von außen. Dies gilt besonders für gemauerte Keller. Bei Betonkeller führt eine höhere Auflast dazu, dass die Kellerwände schlanker sein können. Vorteil hier ist natürlich der Raumgewinn.

Keller für Massivhaus planen

Keller gibt es schon immer in verschiedensten Ausführungen. Die einfachste Art, einen Keller zu bauen, war oft ein ungedämmtes, einschaliges Mauerwerk, welches mit einem schwarzen, bituminösen Dichtanstrich versehen war. Diese Keller waren zweckmäßig, aber hatten keine große Widerstandskraft gegen drückendes, stehendes oder Schichtenwasser. Die Alternative hierzu waren ungedämmte Betonkeller, ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen, die ebenfalls nur mit einem Dichtanstrich versehen waren. Diese Bauweisen waren nur zu empfehlen, wenn man genaue Informationen über die Bodenbeschaffenheit seines Grundstücks hatte und Probleme mit Wasser von vornherein ausgeschlossen werden konnten. In der heutigen Zeit empfiehlt es sich, im Vorfeld ein Bodengutachten anfertigen zu lassen, um hier von Anfang an Klarheit zu haben.

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Muss der Keller beheizt werden?

Die Anforderung an Neubauten und damit auch an Keller sind stark gestiegen. Sie sind ungedämmt und unbeheizt kaum noch möglich, wenn man nicht entsprechende Ersatzmaßnahmen als Ausgleich schafft. Hierbei müssen energetische Richtwerte erreicht werden, welche von der EnEV (Energieeinsparverordung) vorgegeben werden. Die Werte werden von einem unabhängigen Energieberater geprüft. Werden sie nicht eingehalten, müssen Gebäude und die Gebäudetechnik verbessert werden, was zu Mehrkosten führt. Um dies zu vermeiden sollte man beim Thema Keller keine Kompromisse eingehen.

Keller abdichten - Weiße, schwarze oder braune Wanne?

Immer häufiger geht man in der heutigen Zeit, in der man die Keller als Wohnkeller baut, dazu über, diese von vornherein als wasserdichte Keller zu planen. Hierzu werden meist zwei bis drei verschiedene wasserundurchlässige Systeme verwendet. Am häufigsten verbreitet sind die sogenannte weiße Wanne, die schwarze Wanne und die braune Wanne.

Weiße Wanne

Da sie aus WU-Beton gefertigt ist, benötigt die weiße Wanne keine zusätzliche Abdichtung. Bodenplatte und Außenwände werden als geschlossene Einheit aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand hergestellt. Der Keller bleibt bei stehendem Grundwasser trocken. Da die Außenwände und die Bodenplatte tragende und abdichtende Elemente sind, kann die weiße Wanne günstiger als die schwarze Wanne angeboten werden. Normalerweise wird die weiße Wanne aus Ortbeton oder aus, im Werk vorgefertigten, Einzelelementen errichtet.

Schwarze Wanne

Bei der schwarzen Wanne sind die nackten Wände nicht gegen eindringendes Wasser geschützt. Der Keller ist mit Steinen gemauert und wird auf den Außenseiten abgedichtet. Als Abdichtung wird entweder eine dicke Bitumenschicht aufgetragen, deren Farbe dieser Kellervariante den Namen gibt, oder es werden Kunststoffbahnen aufgeklebt. Grundsätzlich werden Keller, die in Eigenleistung gebaut werden, als schwarze Wanne gebaut. Ist das der Fall, müssen die Abdichtarbeiten gewissenhaft durchgeführt werden. Die Erdarbeiten, die im Schadensfall notwendig werden um den Keller neu abzudichten, sind kostspielig.

Braune Wanne

Als braune Wanne bezeichnet man die Abdichtung mit einem Geotextil, das mit einer Bentonit-Füllung verwendet wird. Durch die Braunfärbung des Bentonit erhält dieses Verfahren seine Namensgebung.

Kann man einen Keller nachträglich bauen?

Fest steht: Hat man sich einmal für einen Hausbau ohne einen Keller entschieden, so ist es nicht möglich, diesen später noch einzubauen. Wenn man mehr Fläche braucht, kann man lediglich den Dachstuhl vergrößern oder anbauen. Man sollte sich also bereits im Vorfeld überlegen, ob man einen Keller benötigt oder ob es sich um unnötige Zusatzfläche handelt. Um Fahrräder, Gartenwerkzeuge oder Möbel sicher in den Keller transportieren zu können, sollte die Treppe breit genug und nicht zu steil sein. Wer einen Ausgang vom Keller in den Garten plant, hat einen direkten Zugang und kurze Transportwege, aber wiederum erhöhte Anforderungen und Kosten, um diesen Außenzugang zu ermöglichen.

Keller bauen - Vorteile und Nachteile

Bei der Frage nach dem Keller gilt es sich Vor- und Nachteile vor Augen zu führen. Sicher ist, dass ein Haus mit Keller einen höheren Wiederverkaufswert hat. Allerdings sind auch Baukosten und Zeitaufwand höher. Ein Keller bietet viel Stauraum, Platz für Heiztechnik oder einen Hobbyraum. Lästige Geräte wie Waschmaschine und Trockner können im Keller versteckt werden. Wer sich Sorgen um Überschwemmungen und Schäden durch Schimmel macht, sollte mit guter Dämmung entgegenwirken. Einen Keller kann man nicht im Nachhinein bauen, die Entscheidung muss gut durchdacht sein.

Vorteile

  Mehr Stauraum
  Hoher Wiederverkaufswert
  Platz für einen Heizungsraum
  Möglichkeiten Lebensmittel kühl zu lagern
  Kann als Wohnung ausgebaut werden

Nachteile

  Höhere Baukosten
  Höherer Zeitaufwand
  Gefahr von Schimmel

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