von Lucas Stoll | 10 Nov 2015 | Kategorie: Ratgeber

Solaranagen - Lohnt sich die Technik noch?

Urheberrecht: Elena Elisseeva @shutterstock.com

Noch vor wenigen Jahren galten Photovoltaikanlagen als Wegbereiter für die Energiewende. Inzwischen hört man jedoch immer wieder kritische Stimmen und auch die anfangs sehr hohen Fördergelder wurden stark reduziert. Dennoch gilt: Wer auf Unabhängigkeit von lokalen Stromlieferanten Wert legt und sein Eigenheim als Niedrigenergiehaus oder Passivhaus bauen möchte, sollte sich mit den Möglichkeiten der Solartechnik auseinandersetzen.

Photovoltaik - Neubauten und Energieverordnung

Mit der aktuellen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2014) hat sich für Betreiber von Photovoltaikanlagen vieles geändert. Durch den Beschluss sollte eigentlich die Energiewende in Deutschland vorangetrieben werden, in der Praxis beschweren sich jedoch viele Besitzer von Solaranalgen über fallende Einnahmen. Auch 2015 sinkt die Vergütung mit jedem Monat, in dem die Anlagen betrieben wird.

Doch auch wenn die monatliche Vergütung für Solarstrom sinkt und die Anzahl der Neubauten stark abnimmt, kann sich eine Investition in grüne Technologie immer noch lohnen. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass die Anschaffungskosten für die Anlagen an sich in den letzten Jahren ebenfalls stark gesunken sind. Der finanzielle Aufwand für einen Neueinstieg ist damit so gering, wie noch nie. Wer zusätzlich staatliche Fördergelder bei der energetischen Renovierung in Anspruch nimmt, kann seine Kosten weiter reduzieren.

Vergütungen für Solarstrom sinken weiter

Bei der Investition in eine Solaranlagen ist es essentiell, dass man ausreichend über die Art der Vergütung bei Einspeisung ins Netz informiert ist. Hierbei sollte man vor allem beachten, dass die monatliche Einspeisevergütung direkt von der Anzahl der neu gebauten Anlagen pro Monat abhängt. Entstehen in einem Monat besonders viele Solarsysteme, sinkt auch die Vergütung. Im Gegenschluss erhält man jedoch auch höhere Sätze, wenn die Zahl der Neubauten abnimmt. Ab März 2016 erhalten Besitzer von Dachanlage eine Vergütung von 12,51 Cent pro eingespeister Kilowattstunde (kWh). Es ist daher empfehlenswert, sich auf der Seite der Bundesnetzagentur über die genauen Sätze zu erkundigen.

Urheberrecht: manfredxy @shutterstock.com

Solarenergie - Lohnenswert bei hohem Eigenvebrauch

Die Effizienz von Solaranlagen hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. Wer sich für eine moderne Anlage entscheidet, profitiert vor allem bei einem hohen Eigenverbrauch von der zusätzlich erzeugten Energie. Grund dafür sind die beständig steigenden Energiepreis in Deutschland. Auch wenn die Vergütungen für eine Einspeisung ins Netz momentan monatlich stark fällt, erreicht auch der durchschnittlich Strompreis neue Höchstwerte.

Die Frage nach der Rentabilität einer Photovoltaikanlage ist heute im Allgemeinen schwieriger zu beantworten als früher. Wenn man von einem weiteren Anstieg der Energiepreise ausgeht, kann sich Solarstrom jedoch auch in Zukunft deutlich rechnen. Gerade die Unabhängigkeit von Energieanbietern und unfair erscheindender Preisgestaltung auf dem Energiemarkt macht die Solartechnik für viele Menschen immer noch sehr attraktiv.

Batteriespeicher vorerst noch teuer

Ein Nachteil der Solartechnik ist bis heute die ungleichmäßige Auslastung der Anlagen. Im Sommer wird auf Grund der höheren Sonneneinstrahlung natürlich auch mehr Strom produziert, im Winter erreicht der Umsatz hingegen sein Mininum. Die Speicherung von Energie stellt momentan noch eine technische und finanzielle Herausforderung dar, doch bereits jetzt sind verschiedene Batteriesysteme zu erschwinglichen Preisen im Umlauf. Die wachsende Nachfrage, sowie technische Innovation hat in jüngster Vergangenheit zu einem starken Absinken der Speicherpreise geführt und auch in Zukunft wird dieser Trend wahrscheinlich anhalten.

Weitere Informationen zur Energieeffizienz:

Ähnliche Beiträge:

« Energiesparhäuser - Verschiedene Typen im Überblick Energie sparen - Wärmedämmung und Heizkosten »